Initiativbewerbung

Häufig kommen Projekte, die über Selbstständige abgewickelt werden sollen, gar nicht auf den freien Markt. Eine Initiativbewerbung kann deshalb vielen Freiberuflern und Unternehmern bei der Kundengewinnung helfen. Wir haben für Sie die wichtigsten Aspekte einer Initiativbewerbung einmal zusammengefasst.
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Inhaltsübersicht

Die gute wirtschaftliche Lage lässt sich auf dem gesamten Arbeitsmarkt bemerken. Freiberufler mit technischen-, digitalen- oder Marketing-Kompetenzen sind begehrter denn je. Unternehmen suchen heutzutage flexible Spezialisten, die punktuelle Verstärkung bieten. Viele Freiberufler vertrauen jedoch zu sehr auf ihr Netzwerk und unterschätzen den möglichen Erfolg einer Initiativbewerbung.

So sind Initiativbewerbungen erfolgreich

Gerade größere Unternehmen, die mit freien Mitarbeitern zusammenarbeiten, vergeben Aufträge bevorzugt an bekannte Freelancer aus ihren Kontakten. Dementsprechend sind mögliche Aufträge für Außenstehende häufig nicht ersichtlich. In solchen Situationen sind Initiativbewerbungen besonders angebracht, um kurz- und mittelfristig neue Kunden zu gewinnen. Eine solche Bewerbung ist jedoch anders strukturiert als eine gewöhnliche Bewerbung für eine Festanstellung.

Im Vordergrund stehen immer die Anforderungen an das jeweilige Projekt. Informationen zu Ihrer Person, Ihren Kenntnissen und ein Portfolio sind daher relevanter als ein Motivationsschreiben. Dennoch kann es nicht schaden, wenn Sie sich als teamorientierter Experte präsentieren, der ein Projekt zu angemessenen Kosten in kurzer Zeit bearbeiten kann.

1. Recherche als wichtigste Basis einer erfolgreichen Initiativbewerbung

Gerade bei einer Initiativbewerbung steht die Recherche im Fokus. Als qualifizierter Experte sollten Sie mögliche Auftraggeber in Ihrer Branche kennen und regelmäßig verfolgen. Auf Events und Branchenmessen werden neue Projekte angekündigt, die als Basis für eine mögliche Zusammenarbeit dienen können. Alternativ können Pressemeldungen als gute Informationsquelle für eine Initiativbewerbung dienen. Werden dabei Projekte erwähnt, die zu Ihren Qualifikationen passen, sollten Sie den Aspekt in Ihrem Anschreiben aufgreifen.

Besonders wichtig ist, dass Sie sich folgende Fragen mit der Recherche für Ihre Initiativbewerbung beantworten können.

– Wie kann das Unternehmen von meinen Dienstleistungen profitieren? – Warum bin ich besser als andere freischaffende Spezialisten geeignet?

Auf die Antworten dieser beiden Fragen sollte die Initiativbewerbung später Bezug nehmen. Die Recherche dient als Grundlage, um die Initiativbewerbung so passend wie möglich zu formulieren. Grundsätzlich gilt: Eine ergebnisreiche Recherche erhöht Ihre Chancen auf einen Auftrag maßgeblich. Wenn die Recherche unzureichend ist, haben Sie im späteren Bewerbungsschreiben weniger Anhaltspunkte, auf die Sie sich beziehen können.

2. Schaffen Sie im Anschreiben einen persönlichen Bezug zum Unternehmen

Das Anschreiben für eine Initiativbewerbung sollte anders strukturiert werden als ein Anschreiben auf eine ausgeschriebene Stelle. Hier spiegelt sich wider, ob die Recherche erfolgreich war. Wenn genügend Informationen zum Unternehmen gewonnen wurden, kann man auf diese im Anschreiben Bezug nehmen. Im Fokus sollten Lösungen für die Aufgaben des anvisierten Auftraggebers stehen. Eine Beschreibung der eigenen Persönlichkeit und Einstellung sollte darin nur begrenzt vorkommen. Wichtiger ist, dass in wenigen Sätzen überzeugend klar gemacht wird, wie Sie dem potenziellen Auftraggeber helfen können. Hierfür sollten die bei der Recherche beantworteten Fragen als Basis dienen. Erfolge und Fähigkeiten sollten aus Ihrem Anschreiben klar zu entnehmen sein. Außerdem empfiehlt es sich, das Anschreiben kurz und aussagekräftig zu halten.

3. Fassen Sie Ihre Eigenwerbung in einen Lebenslauf und ein Portfolio

Wenn der Mitarbeiter des Unternehmens Ihren Lebenslauf öffnet, war Ihr Anschreiben überzeugend. Deshalb ist ein Lebenslauf und ein Portfolio eine gute Möglichkeit, um diese Überzeugung zu festigen und alle relevanten Erfolge zu listen. Auch hier beziehen Sie sich am besten auf die Recherche, welche als Vorarbeit für eine erfolgreiche Initiativbewerbung dient. Durch diese sollten Sie inzwischen auch genau wissen, welche Stationen Ihrer Karriere für den anvisierten Kunden von Interesse sein können.

Wichtig ist jedoch, dass Sie den Umfang Ihres Lebenslaufes und Portfolios ebenfalls im Rahmen halten. Schließlich möchten Sie nicht selbstverliebt wirken, sondern präzise auf Ihre Erfolge und Fähigkeiten hinweisen. Daher empfiehlt sich eine Projekttabelle mit exakten Aufgabenbeschreibungen in chronologischer Reihenfolge. Falls Sie eine persönliche Webseite oder einen gut geführten Xing- oder LinkedIn-Account haben, können Sie auch auf diese hinweisen. Dabei ist jedoch wichtig, dass es sich um einen gepflegten und aktuellen Netzauftritt handelt. Schließlich möchten Sie Ihren positiven Eindruck beim Kunden nicht gefährden.

4. Beantworten Sie Rückfragen

Wenn die Initaitivbewerbung erfolgreich war, erhalten Sie eine Rückmeldung von dem anvisierten Auftraggeber. Im Idealfall besteht von seiner Seite aus Bedarf an Verstärkung und er zeigt sich interessiert an einem weiteren Gespräch mit Ihnen. Auch dort gilt es, durch Professionalität und Sachlichkeit zu überzeugen. Beantworten Sie Rückfragen möglichst direkt und präzise. Ein persönliches Gespräch kann das Interesse beim potenziellen Auftraggeber festigen und für eine Beauftragung sorgen. Vergessen Sie nicht, dass eine Initiativbewerbung nur der erste Schritt für eine erfolgreiche Kaltakquise ist.

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